Webereimuseum

 

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Weberei-Museum Kircher

Ausstellungs- und Erlebnishaus für Textilgeschichte

 

Angeregt durch das Arts-and-Crafts-Movement in England und die Lebensreform-Bewegung in Deutschland, gründeten Walter und Mia Kircher in Marburg 1924 die bis heute weltweit bekannte Firma „Walter Kircher  Handwebgeräte“.
Die Firma entwickelte sich innerhalb kurzer Zeit zu einem der führenden Unternehmen für Handwebgeräte.
Mitte der 50er Jahre des letzten Jahrhunderts übernahm der älteste Sohn Erwin Kircher die Firmenleitung und erweiterte die Angebotspalette um Holzspielzeug.
Nach der Heirat mit der Handweb-Meisterin Ursula Geiger wurde das Angebot an Web-Kursen, Werkstattunterricht und Seminaren ausgeweitet und durch Ausstellungen ergänzt. Ursula Kircher wurde innerhalb kürzester Zeit Deutschlands (vielleicht sogar Europas) berühmteste Bildteppich-Weberin.
Mitte der Achtziger Jahre des 20.Jh. übernahm der älteste Sohn Götz Kircher die Firma, mußte sie aber 1996 aus Krankheitsgründen an seinen jüngeren Bruder Kersten Kircher übergeben, der die Firma heute unter dem Namen „Kircher Webgeräte – Holzwerkstatt“ in Driedorf weiter betreibt.
Auf Anregung der Tochter von Erwin Kircher, der Fotografenmeisterin und Heilpraktikerin Nora Kircher, hat Kersten Kircher beschlossen das Firmenarchiv zu öffnen und einer größeren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Auch die vielfältigen Sammlungen zum Thema Weben, sowie die Wandbehänge und die umfangreiche Fachbibliothek von Ursula Kircher, wurden Nora Kircher und ihren Mann Timur B. Kircher übergeben.
Nach ausführlicher Planung und mit Beratung durch den Hessischen Museumsverband haben Nora und Timur B. Kircher in Gieselwerder das rund 3oo Jahre alte Fachwerkhaus „Kleiner Schneider“ im Frühjahr 2009 erworben und mit dem Aufbau und der Entwicklung für ein

Weberei – Museum Kircher
Ausstellungs- und Erlebnishaus für Textilgeschichte

begonnen.

 

Museums-Aufbau
Der Ausstellungsbereich
Die Welt der Weberei – Zur Geschichte der Textilherstellung

Die Ausstellung wird in Form einer Zeitreise von der Antike bis in die Neuzeit aufgebaut und enthält u.a. Web- und Spinngeräte, Stoffe und Tuche, Dokumente und Darstellungen aus vielen Jahrhunderten. 

Die Weberei der Welt
Dieser Teil des Museums präsentiert Web- und Spinngeräte, Stoffe und Tuche etc. aus aller Welt. Ergänzend dazu wird
jedes Jahr ein Partnerland vorgestellt mit jeweils einer großen Sonderausstellung und einem vielfältigen Ergänzungsprogramm.
 

Die Weberei in unserer Heimat
Dieser Teil erfaßt die regionale Weberei- und Textilgeschichte, erzählt die Geschichte der Firma Walter Kircher in Marburg und präsentiert dezentral die Wandbehänge und Bildteppiche von Ursula Kircher. Auch alte Werkstätten, z. B. die Webgeschirrmeisterei Ferdinand Strube aus Mörshausen (Dauerleihgabe der Hessischen Museumslandschaft Kassel für das geplante Weberei-Museum) werden aufgebaut. Außerdem wird die Geschichte des Hauses „Kleiner Schneider“ dokumentiert und dargestellt.
 

Das Haus
„Kleiner Schneider“

In dem Weser-Diemelhaus, welches sich durch eine große Diele für Pferdefuhrwerke auszeichnet, lebten und arbeiteten vier Generationen Schneider. Weil der letzte Schneider nicht sehr groß war und es einen zweiten aber größeren Schneider im Ort gab, bekam das Haus diesen Namen. 

Der Erlebnisbereich 

Die Handarbeitsschule in der „Webstube“
Hier werden für Menschen jeglichen Alters (also von Kindern bis Senioren) Kurse in textilen Handarbeiten angeboten. Das geht von Stunden- und Tageskursen bis zu Wochenendseminaren und Workshops. Erste Vereinbarungen mit Schulen der Region, die ihren Projektunterricht im Museum abhalten wollen, sind getroffen.
 

Der tägliche Treffpunkt in der „Handarbeitsstube“
Das ist ein Kommunikationsraum und Anlaufpunkt für Menschen die gerne handarbeiten. Jeder ist willkommen – muß aber irgendeine Form textiler Handarbeit machen.
 

Die Museumsdiele
Die Museumsdiele wird als Veranstaltungsraum für Lesungen, Filmvorführungen, kleine Musikveranstaltungen, Theatervorführungen, Vorträge, Kaffeeklatsch u.v.a. hergerichtet.
Darüber hinaus wird, in Zusammenarbeit mit dem Standesamt Wesertal, eine „Märchen-Hochzeit“ mit Schneewittchen und den sieben Zwergen angeboten. 

Die Andenken-Stube
Wie in vielen anderen Museen, werden Andenken wie z.B. Lesezeichen, Bücher, Zwergengeschirr usw. angeboten, ergänzt durch ein vielfältiges Angebot und Handarbeitszubehör und Materialien.
 

Sonderveranstaltungen
Sobald das Museum seine Arbeit aufgenommen hat, wird es eine Vielzahl von Sonderveranstaltungen geben z.B.

·         traditionelle Handwerkermärkte
·
         Wolltiermarkt
·
         Theateraufführungen im Burghof (z.B. Hauptmann: Die Weber)
·
         Chorwettbewerbe
·
         Märchenfestspiele (z.B. Kaisers neue Kleider, Schneewittchen) 

Kontaktadresse:
KulturGut Alte Schmiede GmbH
Ehrenamtliche Leitung:
Timur B. Kircher
Mühlenstraße 6
37194 Lippoldsberg
Tel. (05572) 4448
Fax (05572) 1716

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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