Öffnungszeiten: Ostern bis Oktober
Sonn- und Feiertage 14:00 bis 17:00 Uhr
Karfreitag geschlossen
Das Weberei-Museum Kircher ist ein privat geführtes Museum - unterstützt von einem Förderverein - das sich der Erhaltung der Tradition der Handweberei und der Firma Walter Kircher, (früher in Marburg/Lahn) widmet.
Wir zeigen eine umfangreiche Sammlung von handgewebten Textilien und historischen Geräten.
Unser Ziel ist es, das Wissen und die Wertschätzung für diese wertvolle Handwerks und Kunstform zu fördern.
Während der Öffnungszeiten und für angemeldete Gruppen bieten wir Kaffee/Tee und Kuchen gegen eine Spende an.
Adresse: Weberei-Museum Kircher, Steinweg 2, 34399 Wesertal, Ortsteil Gieselwerder
Kontakt/Büro: Nora Kircher, Beate Reitemeyer, Mühlenstraße 6, 34399 Wesertal, Ortsteil Lippoldsberg
Kontakt außerhalb der Öffnungszeiten: Tel. 05572-4448

Webrahmen, Webstühle, Spinnräder und wundervolle Textilien.
Die Geschichte des Museums
Angeregt durch das Arts- and Craft-Movement in England und die Lebensreform-Bewegung in Deutschland, gründeten Walter Kircher (1900-1955) und Mia Kircher (1898-1974) die bis heute weltweit bekannt Firma "Walter Kircher Handwebgeräte", die 1955 von Erwin Kircher (1928-1998) und seiner Ehefrau (1932-2002) übernommen wurde. 2007 hat der in dritter Generation tätige Firmenleiter Kersten Kircher beschlossen das Firmenarchiv einer größeren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dazu gehörte auch die vielfältige Sammlung zum Thema Weben, sowie die Wandbehänge und die umfangreiche Fachbibliothek der Handwebmeisterin und Bildweberin Ursula Kircher. Alles hat er seiner Schwester Nora Kircher und ihrem Ehemann Timur B. Kircher (1941-2020) übergeben, die mit ihrer eigenen Sammlung den Aufbau eines Weberei-Museums planten. Im Frühjahr 2009 erwarben und teilrestaurierten sie das über 300 Jahre alte, denkmalgeschützte Fachwerkhaus „Kleiner Schneider“ in Gieselwerder. In den Jahren 2017 und 2018 wurde die Fassade aufwendig restauriert.
Als „Lebendiges Museum“ hat es sich zu einem Erlebnisort für Handweberei und Textilkunst entwickelt.
Unterstützt wird die Eigentümerin durch den Förderverein Weberei-Museum Kircher e.V.
Alle, auch die Eigentümerin, arbeiten ehrenamtlich. Das Museum wird ausschließlich durch Spenden finanziert.

Zwei Etagen gefüllt mit Webgeräten und beeindruckenden Textilien
Parterre
Museums-Diele
In der Diele sind Wandbehänge der Bildweberin Ursula Kircher (1932-2002) ausgestellt. Außerdem ist die Diele Trauzimmer des Standesamtes Wesertal.
Sonderausstellungen
Indonesien, Faszination Batik & Ikat.
Gezeigt wird die umfangreiche, kostbare Sammlung von Ursula Kircher. Batiken aus hauchdünner Seide neben aufwendigen Ikatgeweben beeindrucken in ihrer Vielfalt.
Café in der Webstube
Während der Öffnungszeiten, sowie für Gruppen nach Anmeldung, gibt es Kaffee, Tee und selbstgebackenen Kuchen gegen eine Spende.
Bei gutem Wetter vor der schönen Fassade des Museums.
Mitmach-Werkstatt
Wer einmal auf einem kleinen Webstuhl mit 4 Schäften weben möchte, ist herzlich willkommen.
Zu den Räumen gibt es jeweils eine Stufe.


Die erste Etage
Raum 1 und 2
Weber – Künstler - Handwerker
Die Geschichte der Firma Walter Kircher, Marburg. Webstühle, Webrahmen und Zubehör aus über 100 Jahren.
Raum 3
Gewebtes im Kleinformat
Schmal und klein bis groß und lang: Bänder aus vielen Ländern, kleine gewebte Stoffe aus der Pharaonenzeit bis heute.
Raum 4
Bibliothek: Web- und Textilgeschichte
Über 2000 Bücher aus 3 Jahrhunderten in 15 Sprachen stehen zum Schmökern zur Verfügung.
Raum 5
Weben – weaving – tisser
Schönheit und Vielfalt der Webkunst aus aller Welt. An einem Webstuhl aus Schweden finden Vorführungen statt.
Raum 6 und Treppe
Wandteppiche von Ursula Kircher
Ursula Kircher war eine der bekanntesten Bildweberinnen weltweit. Vier kleine Wandteppiche sind zu sehen.
Raum 7
Die Nähstube des Kleinen Schneiders
Im Haus lebten 3 Generationen Schneider. Die Nähwerkstatt dieser 3 Generationen ist erhalten geblieben und ausgestellt.
Raum 8
Vom Flachs zum Leinen
Die historische Web- und Spinnstube zeigt einen 300 Jahre alten Webstuhl und alle Gerätschaften, um aus Flachs Leinen herzustellen.
Es gibt eine Treppe nach oben und eine nach unten. Leider sind beide nicht für gehbehinderte Menschen geeignet.